Entscheidungskorrekturen mit unbestimmter Wertung durch die klassische römische Jurisprudenz

EAN13 : 9782821846456

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Der Autor untersucht Entscheidungen des klassischen römischen Zivilrechts (ius
civile), bei denen sich der jeweilige Jurist über Rechtsgrundsätze des ius
civile hinwegsetzt und diese mit Hilfe eines unbestimmten Wertungsbegriffs
korrigiert. Einen unbestimmten Wertungsbegriff verwendet der Jurist immer
dann, wenn er bei seiner Entscheidung auf eine Anknüpfung an ein Gesetz oder
einen Rechtsgrundsatz verzichtet und diese stattdessen ohne ausdrückliche
Begründung auf eine allgemeine Billigkeitswertung, wie aequus, benignus,
humanus, iustus, verus, also „gerechter“, „billiger“, „menschlicher“, etc.
stützt. Der Rückschluss von einer so mehrdeutigen Formulierung auf die für den
Juristen relevanten Entscheidungsgründe ist immer mit großen
Unsicherheitsfaktoren belastet. Dennoch lassen sich aus der Zusammenschau der
einzelnen Textexegesen wertvolle Erkenntnisse über die Verwendung und den
Bedeutungsgehalt der unbestimmten Wertungsbegriffe gewinnen. Im Ergebnis zeigt
die Arbeit, dass einzelne unbestimmte Wertungsbegriffe bestimmten
Funktionsbereichen zugeordnet werden können. Diese sind: 1. Entscheidungen,
mit unter den Juristen kontrovers diskutierten Zweifelsfragen, 2. Fälle der
Rechtsfortbildung, 3. Auslegungsfälle zur Vermeidung von
Entscheidungskorrekturen und 4. Entscheidungskorrekturen. Durch die Zuordnung
kann den Wertungsbegriffen ein spezifischer Deutungsgehalt zugemessen werden.

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