Der solutionis causa adiectus im römischen Recht

EAN13 : 9791036555886

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Die Stipulation ist eine der bemerkenswertesten Vertragstypen des römischen
Rechts. Sie kam zustande, indem der Gläubiger eine Frage formulierte und der
Schuldner diese Frage durch die Wiederholung des Verbs bejahte, welches der
Gläubiger verwendet hatte. Inhaltlich war eine Stipulation meistens auf die
Zahlung von Geld gerichtet. Manchmal verpflichtete sich der Schuldner auch zu
anderen Handlungen. In die Stipulationsfrage konnte der Stipulator eine dritte
Person hinzufügen, indem er nach der Nennung seiner eigenen Person, die
regelmäßig mit dem Personalpronomen mihi geschah, die Konjunktion aut und
dahinter den Dritten im Dativ anfügte. Diese dritte Person wird in der
Literatur gewöhnlich in Anlehnung an den spätklassischen Juristen Marcian als
solutionis causa adiectus oder adiectus solutionis causa bezeichnet. Der
solutionis causa adiectus erwarb kein eigenes Recht auf den geschuldeten
Gegenstand der Stipulation. An ihn konnte lediglich mit befreiender Wirkung
geleistet werden. Gleichzeitig konnte der Gläubiger dem Schuldner ohne dessen
Zustimmung die Befugnis nicht mehr entziehen, an den adiectus wirksam zu
leisten, sobald die adiectio wirksam vereinbart war. Der Autor untersucht alle
überlieferten Quellenstellen, die einen Bezug zu dem solutionis causa adiectus
haben und zeichnet damit erstmals ein umfassendes Bild dieser Rechtsfigur.

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